Youtube will künftig Autorennamen von Musikvideos einblenden

News von urheberrecht.de, veröffentlicht am 17. Mai 2018

Seit seiner Gründung vor dreizehn Jahren ist das Portal YouTube zu einem der am meisten genutzten Internetdienste herangewachsen. Als Teil des Google-Konzerns hostet die Plattform eine nahezu unüberschaubare Menge an Videos. Nun kündigte YouTube an, künftig Autorennamen zu passenden Musikvideos anzuzeigen.

Zuordnung soll eindeutiger werden

YouTube will Autorennamen für Musikvideos durchsetzen

YouTube will Autorennamen für Musikvideos durchsetzen

Von den Änderungen sollen nicht nur die Musikvideos betroffen sein, welche offiziell von den Vertrieben über ihren Kanal zur Verfügung gestellt werden.

Dass YouTube-Videos bald Autorennamen beinhalten, soll auch für nachgesungene Lieder gelten. Den Beginn macht ein Bestand von rund 500 Millionen Videos, für welche entsprechende Informationen bereits vorliegen und welche durch die Software “ContentID” identifiziert werden.

Zunächst sollen die entsprechenden Informationen noch in Textform vorliegen. Ziel sei es jedoch, diese im nächsten Schritt zu verlinken und mit weiteren Informationen zu versehen.

Viele Änderungen beim Video-Riesen

Das ist nicht die einzige Neuerung, welche in den kommenden Monaten ansteht. Nebst der Tatsache, dass bei YouTube-Videos bald Autorennamen eingeblendet werden sollen, stellte die Videoplattform heute offiziell ihren hauseigenen Musikstreaming-Dienst vor. “YouTube Music” soll noch Ende diesen Monats in den USA gelauncht werden.

Wenn YouTube Autorennamen wie geplant einführt, könnte dies Urheber leichter kennzeichnen

Wenn YouTube Autorennamen wie geplant einführt, könnte dies Urheber leichter kennzeichnen

Dass auf YouTube künftig Autorennamen angezeigt werden, ist zum einen ein Schritt in Richtung Vereinheitlichung. Weiterhin könnte durch eine eindeutige Kennzeichnung von musikalischen Inhalten die Frage nach den Urheberrechten von Musik künftig einfacher geklärt werden. So ist es denkbar, dass in Zukunft

  • Hobbysänger,
  • Parodisten/ Satiriker,
  • Influencer oder
  • Fans, die Konzertausschnitte mitfilmen

etwaigen Abmahnungen entgehen könnten, indem das eigene Video mit solch einer Querverlinkung versehen wird.

Bezüglich Urheberrecht und der Verantwortung YouTubes bestehen nach wie vor viele rechtliche Streitigkeiten. Erst kürzlich trat der Bundesgerichtshof zusammen, um darüber zu entscheiden, ob die Plattform grundsätzlich für illegal hochgeladene Musik haften muss oder nicht. Konkret geht es dabei um einen Musikproduzenten, der nach der erstinstanzlichen Entscheidung in Revision gegangen war – der Fall könnte zur Grundsatzentscheidung werden. Das Urteil wird heiß erwartet, steht zum momentanen Zeitpunkt jedoch noch aus.

Bildnachweise: © fotolia.com/vector_master, © fotolia.com/georgejmclittle

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