Muss das Urheberrecht in der Schule beachtet werden?

Um den Unterricht ansprechend und spannend zu gestalten, greifen Lehrer immer wieder auf urheberrechtlich geschützte Werke zurück. Mediale Elemente sind dafür fester Bestandteil des Lehrplans. Dabei darf das Urheberrecht in der Schule aber nicht ignoriert werden.

Urheberrecht in der Schule: Für Bildungszwecke gelten besondere Regelungen.

Urheberrecht in der Schule: Für Bildungszwecke gelten besondere Regelungen.

Urheberrecht in der Schule – kurz und kompakt

Um Bildung und Forschung zu fördern, gelten für das Urheberrecht in der Schule besondere Ausnahmen. Diese erlauben es Lehrern zum Beispiel, geschützte Werke für ihre Schüler zu kopieren.

Urheberrecht für Lehrer: Diese Regeln sollten Lehrkräfte beachten

Lehrer können ihren Unterricht durch viele Medien anreichern. Teilweise handelt es sich dabei allerdings um durch das Urheberrecht geschützte Werke. Einfluss auf das Urheberrecht in der Schule haben zum Beispiel folgende Unterrichtsmaterialen:

  • Textauszüge
  • Noten
  • Filme und Videos
  • Musik
  • Arbeitsblätter

Für solches Unterrichtsmaterial kann das Urheberrecht gelten, sodass die Verwendung in der Schule das Einverständnis des Schöpfers bedarf. Allerdings greifen beim Urheberrecht in der Schule gewisse Sonderregelungen.

Schranken des Urheberrechts

Das Urheberrecht erlaubt es, Unterrichtsmaterial unter bestimmten Voraussetzungen zu vervielfältigen.

Das Urheberrecht erlaubt es, Unterrichtsmaterial unter bestimmten Voraussetzungen zu vervielfältigen.

Als alleiniger Inhaber der Urheberpersönlichkeits- und Verwertungsrechte – zu denen unter anderem auch das Vervielfältigungsrecht zählt – kann der Urheber über die Verwendung seines Werkes bestimmen. Allerdings können diese Rechte zugunsten der Allgemeinheit beschränkt werden.

Eine solche Option kommt beim Urheberrecht im Unterricht zu tragen. Denn gemäß § 60a Urheberrechtsgesetz (UrhG) dürfen zur Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen bereits veröffentlichte Werke in einem konkret definierten Umfang verwendet werden. Es muss sich dabei allerdings grundsätzlich um einen nicht kommerziellen Zweck handeln. Die Zustimmung der Rechteinhaber wird hingegen bei Schul- und Lehrbüchern sowie Noten benötigt.

Die Bundesländer zahlen für die öffentliche Zugänglichmachung geschützter Werke eine Vergütung an die unterschiedlichen Verwertungsgesellschaften.

Unterrichtsmaterial kopieren: Das Urheberrecht setzt konkrete Grenzen

Urheberrecht an Schulen: Lehrer sollten die Vorschriften kennen.

Urheberrecht an Schulen: Lehrer sollten die Vorschriften kennen.

Das Urheberrecht in der Schule erlaubt es, Printmedien in Klassenstärke für den Unterricht und für Prüfungszwecke zu fotokopieren. Allerdings sieht das Urheberrecht für Unterrichtsmaterial einige Beschränkungen vor, zum Beispiel beim Umfang der Kopien.

Aus allen Werken, zu denen unter anderem auch Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher und belletristische Romane zählen, dürfen Lehrer für ihre Schulklasse bis zu 15 Prozent kopieren. Dieses Kontingent gilt pro Werk für jeweils ein Schuljahr und eine Klasse.

Kleine Werke dürfen sogar vollständig vervielfältigt werden. Zusätzlich dazu ist es Lehrkräften erlaubt, ihren Schülern Kopien von Bildern, Fotos und sonstigen Abbildungen zur Verfügung zu stellen. Die Verwendung von Texten oder Abbildungen aus Tageszeitungen oder Zeitschriften ist hingegen nicht ohne weiteres erlaubt.

Das Urheberrecht an Schulen schreibt eine Quellenangabe bei Kopien vor. Diese muss Autor, Buchtitel, Verlag, Erscheinungsjahr sowie die entsprechende Seite enthalten.

Ist der Bedarf an Fotokopien für den Unterricht größer, können Verlage ergänzende Kopierlizenzen erteilen. Die Schule erwirbt in einem solchen Fall also Nutzungsrechte für ein Schulbuch.

Urheberrecht: Wer einen Film in der Schule zeigt, bewegt sich in einer Grauzone

Urheberrecht: Werden im Unterricht von Schülern Werke erschaffen, stehen auch diese unter Schutz.

Urheberrecht: Werden im Unterricht von Schülern Werke erschaffen, stehen auch diese unter Schutz.

Zeigen Lehrer Filmewerke auf DVD im Unterricht, kann dies problematisch aus Sicht des Urheberrechts sein. Denn grundsätzlich ist es nur zulässig, Filmwerke in einem nicht-öffentlichen Rahmen vor miteinander verbundenen Personen vorzuführen. Diese Regelung schließt die Familie und den Freundeskreis ein.

Unter Experten und Juristen ist es allerdings umstritten, ob auch für einen Klassenverband bzw. Schüler im Allgemeinen diese Vorschrift gilt. Zeigen Lehrer also ein durch das Urheberrecht geschützte Filmwerk im Unterricht, begeben sie sich in eine juristische Grauzone.

Solange noch keine eindeutige Rechtssprechung vorliegt, sollten Lehrer auf schulweite oder öffentliche Filmvorführungen verzichten und Aufführungen nur im festen Klassenverband organisieren.

Alternativ können Lehrkräfte auch auf Dienste zurückgreifen, die einen Filmverleih für Schulen ermöglichen oder Medien nutzen, für die die Schule spezielle Lizenzen erworben hat.

Zusammenfassung – FAQ zum Urheberrecht in der Schule

Frage 1: Können auch Arbeiten von Schülern unter das Urheberrecht fallen?

Das Urheberrecht gilt für alle Werke, die eine bestimmte Schöpfungshöhe erreichen. Dies kann auch bei Bildern aus dem Kunstunterricht oder Aufsätzen im Deutschkurs der Fall sein. Sollen solche Schülerarbeiten beispielsweise in der Schülerzeitung oder der Schulwebseite veröffentlicht werden, kann es laut dem Urheberrecht in der Schule sinnvoll sein, einen Vertrag über Nutzungsrechte abzuschließen.

Frage 2: Gilt das Urheberrecht auch bei einer kostenlosen Schülerzeitung?

Beim Urheberrecht ist es unwichtig, ob das Werk mit oder ohne Gewinnabsicht verbreitet wird. Die Verwertung fremder, urheberrechtlich geschützter Werke, bedarf auch bei einer Schülerzeitung die Einwilligung des Rechteinhabers. Liegt diese für Texte oder Bilder nicht vor, kann eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung drohen.

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82 thoughts on “Muss das Urheberrecht in der Schule beachtet werden?

  1. Josey

    Sehr geerhte Damen und Herren,

    muss ich für ein Referat, das ich nur vor der Klasse halte, peinlich genau auf das Urheberrecht achten? Es wird ja nie veröffentlicht.

    Danke

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Josey,

      im Schulunterricht ist es ausreichend, wenn Sie Ihre Quellen angeben und darauf achten, nichts Wort für Wort abzuschreiben und als Ihr eigenes Gedankengut darzustellen. Zitate, die als solche eindeutig gekennzeichnet sind, verursachen keine Probleme. Sprechen Sie am besten zunächst mit Ihrem Lehrer oder Ihrer Lehrerin. Derjenige kann Ihnen sagen, auf welche Angaben Sie achten sollen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  2. Albert

    Sehr Geehrte Damen und Herren

    Meine Wirtschaftslehrerin will der Klasse die Prüfungsfrageblätter nicht abgeben, ihre Begründung ist, dass es ihr geistiges Eigentum sei. Nun wollte ich fragen, ob das stimmt. Wenn ja wo ist das gesetzlich verankert, oder ist es im Gesetzbuch ein ähnliches Beispiel niedergeschrieben.

    Danke

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Albert,

      bei solchen schulinternen Problemen können wir leider nicht direkt weiterhelfen. Wir raten Ihnen, sich mit dem zuständigen Vertrauenslehrer oder dem Direktor dazu zu verständigen. Geistiges Eigentum kann hier durchaus vorliegen. Es bleibt jedoch zu klären, wie die Schulleitung die Ausgabe von Prüfungsfragen regelt.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  3. Nicola

    Liebes Team,

    wenn ich also als Lehrerin auf einer Webseite eine Illustration finde, die ich für den Schulunterricht nutzen möchte,
    a) muss ich den Urheber um Erlaubnis bitten und er muss sie mir erteilen, oder
    b) kann oder muss ich den Urheber lediglich informieren (oder auch nicht), solange ich einen Quellenhinweis angebe?

    2) Wenn ich ein Werk im Internet finde, das ich für Unterrichtszwecke gem. Gesetz nutzen darf, erstreckt sich das nur auf die Abbildung (bzw. Kopie) oder auch auf die Weiterverarbeitung (z.B. umfärben, Text hinzufügen etc.)?

    Logisch: am besten ist immer, beim Urheber direkt mal nachzufragen, aber jetzt kommt
    3) Es gibt Webseiten, die veröffentlichen fremde Werke und entfernen die originalen Urhebervermerke (weit verbreitet auf facebook etc.), was zwar schlecht, aber leider nicht zu ändern ist. Wenn ich ein solches Werk im Unterricht nutzen möchte, aber den ursprünglichen Urheber nicht ausmachen kann, wen frage ich um Erlaubnis bzw. welche Quellenangabe nutze ich?

    Vielen Dank für eure kompetente Seite!
    Liebe Grüße
    Nicola

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Nicola,

      nutzen Sie die Bilder ausschließlich im Schulunterricht, sind Quellenangaben ausreichend. Hierbei müssen Sie die Urheber nicht extra kontaktieren. Als Quellenangabe bietet sich immer die Internetseite an, auf der Sie das Bild gefunden haben, wenn der Urheber nicht auffindbar ist.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  4. Emma

    Sehr geehrtes Team von Urheberrecht.de,
    im Rahmen einer schulinternen Veranstaltung, möchten wir gerne einen Spielfilm vor ca. 300 Schülerinnen und Schülern zeigen. Um uns rechtlich abzusichern würden wir gerne wissen, welche Auflagen wir beachten müssen.

    Vielen Dank für eure Unterstützung

    Mit freundlichen Grüßen
    Emma

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Emma,

      Lehrer können in der Regel Filme ohne gesonderte Erlaubnis vor einer einzelnen Klasse vorführen. Eine Veranstaltung vor 300 Schülern sprengt diesen Rahmen jedoch deutlich und gilt als öffentliche Veranstaltung. Hier ist definitiv eine Erlaubnis beim Verleiher einzuholen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de
      [Antwort von Redaktion editiert]

      Reply
  5. Stefan

    Schüler gestalten Poster (digital) zu verschiedenen Themen (z.B. Energiewende). Dazu verwenden sie zur Visualisierung Bilder aus dem WWW (z.B. von Energieunternehmen, Zeitungen, Privatinitiativen), stellen sie neu zusammen, kommentieren sie, ordnen den Kontext ein etc.pp.
    Quellenangaben werden auf dem Poster angegeben, eine Anfrage nach den Rechten für jedes einzelne Bild kann jedoch schon aus organisatorischen Gründen nicht eingeholt werden.

    1. Dürfen die Poster außerhalb des Klassenraums im Schulgebäude ausgehängt werden?
    2. Müssen die Poster an einem Tag der offenen Tür abgehängt werden wegen schulfremder Besucher, also Öffentlichkeit?
    3. Dürfen die Posterdateien (üblicherweise pdf) auf die Homepage der Schule gestellt werden?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Stefan,

      § 52a Urheberrechtsgesetz besagt mitunter “Zulässig ist, veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern […] öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist [.]”

      Innerhalb der Schule können die genannten Werke mit Quellenangaben auf die unter Punkt 1 und 2 beschriebene Art und Weise genutzt werden. Bei der Veröffentlichung im Internet kann es ohne Einwilligung der Urheber jedoch zu Problemen kommen. Lassen Sie sich diesbezüglich von einem Anwalt für Urheberrecht beraten.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  6. Ulla

    Guten Abend,
    darf ein/e Lehrer/in die im Kunstunterricht angefertigten Bilder von SchülerInnen kopieren und veräußern, ohne hierzu vorab die Genehmigung der Eltern einzuholen?
    Vielen Dank!

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Ulla,

      Sie sollten sich die Genehmigung der erziehungsberechtigten Personen geben lassen. Andernfalls kann es zu einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung kommen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  7. Christina

    Hallo,
    liegt das Urheberrecht für von mir erstellte Unterrichtsmaterialien bei mir oder bei meinem Arbeitgeber? Ist es rechtens, dass der Arbeitgeber mit meiner Tätigkeit als Lehrkraft die Rechte an meinen Unterlagen im Arbeitsvertrag automatisch übertragen bekommt und ich davon nichts behalten darf?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Christina,

      eine Anstellung ändert nichts an dem Urheberrecht, dass Sie bei Ihren eigenen Werken besitzen. Konsultieren Sie einen Anwalt für Urheberrecht, wenn sich Ihr Chef hier nicht einsichtig zeigt. Dieser kann auch unwirksame Vertragsklauseln für nichtig erklären, insofern diese bestehen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  8. Gerhard

    Frage: das im Klassenverband genutzte Arbeitsheft wird nicht mehr zum Verkauf angeboten. Darf für einen neuen Mitschüler das Arbeitsheft einmal vollständig kopiert werden, auch ohne Einverständnis des Verlages?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Gerhard,

      Urheberrecht lässt hier nur eine Kopie durch Lehrer in einem Umfang von 10 Prozent und maximal 20 Seiten zu. Vielleicht finden Sie das Arbeitsheft noch günstig im Modernen Antiquariat, also beispielsweise in Gebrauchthandlungen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  9. Stefan V.

    Hallo,
    darf man im Rahmen des Unterrichts einzelne Bilder aus einem Bilderbuch scannen und “herausschneiden” und für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien verwenden?
    Ist es erlaubt, nur Bildaussschnitte zu verwenden, um zB. einzelne Figuren zu verwenden?

    Liebe Grüße

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Stefan,
      für den nicht-kommerziellen Zweck und den Unterrichtsgebrauch können Teile von Werken oder kleine Werke vervielfältigt werden. Die Menge ist jedoch begrenzt.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  10. Arno

    Hallo!
    Mein Sohn hat aufgrund eines krankheitsbedingten Fehltags eine Kopie des Unterrichtmaterials vom Fehltag eines Mitschülers gemacht, dies nach dessen Zustimmung! ( würde und wird immer so praktiziert, damit Schüler, die nicht anwesend sind/waren, den Unterrichtsstoff haben)
    Nun schreibt der Vater des Jungen die Schulleitung an, mit der Begründung, mein Sohn hätte das Urheberrecht und geistiges Eigentum verletzt!
    Ist dies, trotz Zustimmung zutreffend?

    Vielen Dank und schöne Grüße
    Arno

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Arno,
      ob hier tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, können wir nicht endgültig beantworten. Möglicherweise ist ein Gespräch mit dem Vater ratsam und gegebenenfalls auch mit der Schulleitung.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  11. Kay

    Hallo,

    müssen Lehrer auf Arbeitsblättern, die einer Klasse ausschließlich in Papierform ausgegeben werden für dort verwendete Bilder Quellenangaben machen? Falls ja, müssen diese zwingend auf demselben Blatt Papier sein oder könnte es sogar ausreichen, diese in einer Art Quellenverzeichnis auf Nachfrage bereitzuhalten?

    Danke und Grüße!

    Reply
    1. urheberrechte.de

      Hallo Kay,

      in § 52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) wird die öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung erlaubt. Dies könnte Bilder auf Arbeitsblättern einschließen. Allerdings kann der Sachverhalt kompliziert sein, wenden Sie sich deshalb an einen Anwalt für Urheberrecht.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  12. Silke

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    im Rahmen des Tages der offenen Tür an unserer Schule werde ich einen Probeunterricht in einer Fremdsprache anbieten. Dabei möchte ich gern einen Kurzfilm (ca 6 min) von Disney zeigen, der sich auf u.a. auf youtube befindet.
    Wäre das auch eine Urheberrechtsverletzung?
    Danke für Ihre Zeit und beste Grüße

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Silke,
      da es sich um eine öffentliche Vorführung handelt, findet auch hier das Urheberrecht Anwendung.

      Ihr Team von Urheberrechte.de

      Reply
  13. Eric

    Sehr geehrte Damen und Herren, ab dem 1.3.2018 ist es nicht mehr möglich, für den Unterrichtsgebrauch Presseerzeugnisse zu verwenden, siehe Urteilsbegrüdnung (Drucksache 18/13014 – DIP ):

    “Die Änderung in § 60a Absatz 2 UrhG-E bestimmt, dass nach § 60a UrhG-E für Unterricht und Lehre lediglich einzelne Beiträge aus Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Zeitschriften vollständig genutzt werden dürfen, nicht aber aus Zeitungen und aus Publikumszeitschriften.”

    Frage: Was raten Sie nun Gemeinschaftskunde/Politiklehrer/innen, wie sie ihren Unterricht gestalten sollen? Es ist Gang und Gebe, Artikel aus der Tagespresse zu nutzen, dies scheint ab § 60a nur noch in Teilen möglich zu sein:

    “Unberührt bleibt darüber hinaus das Recht, 15 Prozent eines einzelnen urheberrechtlich geschützten Beitrags erlaubnisfrei zu nutzen (§ 60a Absatz 1 UrhG-E), und aus Veröffentlichungen der Presse zu zitieren (§ 51 UrhG).”

    Das bringt natürlich nichts bei einem Zeitungsartikel zum Brexit…

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Eric,

      in der Regel gibt es in Schulen eine Stelle, die sich mit dem Erwerb von Rechten für die Materialien beschäftigt. Diese können Sie besser beraten.

      Ihr Team von Urheberrechte.de

      Reply
  14. Kimm

    Guten Abend!
    Können Sie mir sagen, ob es sich bei einer Blockflötenschule (Unterrichtswerk) um eine Musikedition (also max. 6 Seiten) handelt oder sie zur Kategorie “Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher” (also max. 10%) zählt?
    Vielen Dank und schöne Grüße
    Kimm

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Kimm,

      leider könne wir nicht einschätzen, um was es sich bei dem von Ihnen geschilderten Werk handelt.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  15. Kathrin B.

    Hallo,

    bei uns in im Kindergarten waren immer die Lieder und Gedichte an der Wandzeitung veröffentlicht, damit wir Eltern wissen, was gerade aktuell mit den Kindern gesungen wird. Nun wurde davon Abstand genommen, mit der Begründung, es darf wegen dem Urheberrecht nicht mehr sein. Ist das tatsächlich eine Verletzung?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Kathrin,

      im Rahmen des Urheberrechts kann ein Veröffentlichung auch an einer Wandzeitung eine Verletzung darstellen. Absprachen mit den berechtigten Beteiligten über den Umgang mit den Werken, kann da schon Abhilfe schaffen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  16. Stefanie J.

    Ich möchte für einen Workshop unter Fachkkollegen (Mathematiklehrer) zur Veranschaulichung von Methodenwerkzeugen einzelne Seiten aus verschiedenen (fach)didaktischen Veröffentlichungen kopieren (es handelt sich jeweils um Beispielaufgaben, die dort ebenfalls der Illustration dienen).

    Darf ich den Kollegen eine digitale Kopie dieser Zusammenstellung zur Verfügung stellen?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Stefanie,

      wie eine Verwendung, wie Sie sie beschreiben, gewertet wird, kann ein Anwalt für Urheber- und Verwertungsrechte beurteilen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  17. Martin W.

    Hallo!

    Ich habe eine ganz andere Frage…

    Ich bin Lehrer und erstelle oft in mühevoller Eigenarbeit Übersichtsblätter z.B. mit Tipps für die Prüfung.
    Nun habe ich festgestellt, dass die örtliche Nachhilfeschule eben diese Blätter kopiert und ihren Nachhilfeschülern und auch -lehrern zur Verfügung stellt.
    Mit den Matheunterlangen meines Kollegen wird das genauso praktiziert.

    Wie schätzt ihr das ein? Ist das eine Urheberrechtsverletzung?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Martin,

      leider können wir eine derartige Einschätzung nicht vornehmen, weil dies in den Bereich der Rechtsberatung fällt. Eine solche dürfen wir nicht leisten. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt für Urheberrecht.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  18. Georg H.

    Ich möchte ein Lernprogramm erstellen und dies kostenlos verteilen. In diesem Lernprogramm sollen Schüler an verschiedenen “Orten” des Programms jeweils ein paar Seiten aus einem Kinderbuch lesen (maximal 5) und dazu dann Sinnfragen beantworten. Die Seiten des Kinderbuchs sollen in dem Programm sozusagen als “Kopien” vorhanden sein. Ziel des Programms ist die Förderung des sinnentnehmenden Lesens und gleichzeitig die Werbung, interessante Bücher zu lesen.
    Ist das Vorhandensein von Auszügen aus Büchern erlaubt oder muss ich dazu die Verlage jeweils um Erlaubnis bitten. Falls das zweite zutrifft, wäre das Projekt sozusagen schon gestorben, weil ich im Netz gelesen habe, dass manche Verlage mindestens 60 Euro dafür berechnen.

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Georg,

      auch für die Verwendung von Auszügen ist die Zustimmung des Verwertungsrechteinhabers nötig.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  19. Heiko

    Hallo,
    ich habe mit meinen Schülern Lernvideos im Politikunterricht gedreht. Leider habe ich die Urheberrechte überhaupt nicht weiter beachtet. Ein dummer Fehler, aber nun kann ich es leider nicht mehr ändern. Die Schüler sollten selbstständig eine Simple Show erstellen und sich die benötigten Materialien (Bilder) aus dem Internet besorgen. Das hat auch wunderbar geklappt.
    Zwei Fragen hätte ich aber trotzdem noch:
    – eine Veröffentlichung auf YouTube (wollen die Schüler gerne) ist nach meiner Meinung nicht möglich
    – eine interne Verwendung z.B. durch einen geschützten Zugang ist nach meiner Meinung möglich (Intranet)
    – eine Verwendung der Inhalte nur in der Klasse (z.B. per Dropbox) ist möglich.

    Ich bitte um kurze Rückmeldung.

    Gruß
    Heiko

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Heiko,

      inwiefern eine von Ihnen beschriebene Nutzung zulässig ist, ist immer stark vom Einzelfall abhängig: Welche Art von urheberrechtlichem Material wurde verwendet und in welchem Umfang, Wie vielen Personen wird das Werk zugänglich gemacht etc.

      Für eine konkrete Antwort bedarf es daher der Beratung durch eine Anwalt für Urheberrecht.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  20. Eugen

    Guten Abend,
    Meine Kommilitonen und ich planen ein Forum in dem wir nach dem Studium Unterrichtsmaterial austauschen können.

    Das Forum soll passwordgeschützt sein und max. 20 regestrierte Nutzer (Lehrer) haben. Das Forum wird nur privat und nicht kommerziell genutzt.

    Was darf dort geteilt werden?
    -Textauszüge?
    -Arbeitsblätter mit geschützten Grafiken?
    -Kopien aus Lehrbüchern?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Eugen,

      bitte lassen Sie sich zu Ihrem Vorhaben von einem Anwalt beraten. Wir dürfen eine solche Rechtsberatung nicht anbieten.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  21. Marie

    Hallo liebes Team,
    darf ich für eine Lehrprobe ein Bild aus einem Schulbuch als Poster drucken lassen?

    Grüße

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Marie,

      sofern Sie das Poster in einem nicht-öffentlichen Kontext nutzen, sollte dies erlaubt sein. Hängen Sie es allerdings an einem Ort auf, der einem breiteren Publikum zugänglich ist, wie z. B. im Schulflur könnten sich rechtliche Probleme ergeben. Wenden Sie sich hier ggf. an einen Rechtsanwalt für Urheberrecht.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  22. Tamara

    Hallo!
    In unserer Schule organisieren wir ein Filmfestival, auf dem eine Auswahl von Schülervideos, welche sie im Rahmen des Schulunterrichts gedreht haben, präsentiert und von einer Jury, die auch aus Schüler besteht, bewertet wird. Das ganze dient Unterrichtszwecken und Präsentation der Abschlussarbeiten in einem feierlichen Rahmen.
    Im Normalfall kennen wir Lehrer für Medien und Kommunikation das Urheberrecht und raten Schülern von Anfang an, keine Bilder- und Musikrechte zu verletzen. Aber nicht alle Lehrer kennen sich damit aus.
    Zwei eingereichten Filme aus einem anderen Fach (Sprache) wären in die engere Auswahl gekommen, aber diese enthalten leider (teilweise) Musikmaterial, das von YouTube heruntergeladen wurde. Zu dem Zeitpunkt, als diese Filme gedreht wurden, war es nicht vorgesehen, dass diese außerhalb des Unterrichts gezeigt werden sollten. Ansonsten sind die Filme geistiges Eigentum der Schüler.
    Nun haben wir Organisatoren die Filmchen gesichtet und für wertvoll erklärt, aber aus technischen und zeitlichen Gründen ist den Schülern nicht möglich, dieses Problem nachträglich zu ändern. Die Musik ist von eher unbekannten Autoren, diese lassen sich nicht leicht kontaktieren, um deren Erlaubnis zu bieten.
    Das Filmfestival findet im Rahmen des Sommerfests statt, zu dem auch Eltern kommen können, aber sonst kein größeres Publikum. Eine Veröffentlichung der Videos ist nicht vorgesehen und die Schüler können nach den Sommerferien sich um die Rechte kümmern.
    Wie sieht es denn aus, müssen wir diese Schülervideos von der Teilnahme abschließen? Gibt es nicht die Möglichkeit, dass die Musikautoren im Abspann vorerst ordentlich genannt werden, bis die Schüler die Rechte bekommen? Das wäre sehr schade.
    Danke für einen baldigen Hinweis.
    Tamara

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Tamara,

      in der Regel ist die öffentliche Vorführung urheberrechtlich geschützten Materials nicht gestattet, dies kann sich auch auf ein Schulfest beziehen.

      Wir empfehlen Ihnen, die konkrete Rechtslage von einem Anwalt einschätzen zu lassen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  23. Julian A.

    Darf ich ein bei Amazon privat gekauftes Lied im Unterricht abspielen, auch mehrfach?

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Julia,

      das Abspielen eines urheberrechtlich geschützten Liedes zu Unterrichtszwecken ist in der Regel ohne weitere Genehmigung erlaubt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  24. Gudrun

    Hallo urheberrecht.de -Team,
    Wie verhält es sich mit Kunstwerken, die an einer staatl. Kunst-Fachschule im Unterricht hergestellt werden. Müssen die Schüler/Innen ihre Einwilligung geben, dass die Schule auf ihrer Internetseite, in Ausstellungen, auf Plakaten, im Flyer der Schule etc. im Unterricht hergestellte Werke verwendet. Müssen die Einwilligungen zu jeder einzelnen Arbeit eingeholt werden, genügt eine pauschale Erklärung beim Eintritt in die Schule? Oder ist eine Erlaubnis zu Veröffentlichzngen / Werbung für die Schule nicht erforderlich, da die Kunstwerke immer unter Anleitung und Zusammenarbeit mit den Lehrern geschieht. Das Ausbildungsziel der Schule (Berufsfachschule für Holzbildhauer) beinhaltet automatisch das Erstellen von Ausstellungen, Katalogen etc. Es kann also nicht vom Lehrplan gestrichen werden. Eine separate Einwilligung zu jedem einzelnen Werk (Skulptur / Objekt, Zeichnung, Grafik, Fotokunst, …) und Übungsstück würde einen unverhältnismäßig großen Verwaltungsaufwand bedeuten.
    Mit freudlichem Gruß
    Gudrun

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Gudrun,

      in der Regel muss auch bei Schülerwerken die Erlaubnis von den Urhebern eingeholt werden, bevor diese genutzt bzw. veröffentlicht werden dürfen. Ob dies in Form einer pauschalen Erklärung ausreichend ist, kann ein Anwalt für Urheberrecht einschätzen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  25. Nils K.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Darf ein Lehrer ein von mir erstelltes Handout ohne mein Einverständnis in einer anderen Klasse ausgeben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Nils K.

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Nils,

      ein Rechtsanwalt kann prüfen, ob hier eine Urheberrechtsverletzung vorliegt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  26. Melanie F.

    Hallo,
    unsere Fachschaft Kunst möchte ein Jahrgangsstufen Kompendium des Lehrstoffs erstellen. Das Wissen haben wir aus Büchern/Wikipedia und gekauften, für den Unterricht ausgerichteten Lehrmaterial zusammengestellt.
    Also- teilweise ganze Textpassagen kopiert.
    Des Weiteren sind Bilder aus dem Internet zur Veranschaulichung genutzt worden.
    Nachdem ich alle Beschränkungen g lesen habe, können wir unsere mühsam erstellten Kompendien einstampfen, oder?
    Sie würden zudem nicht nur in einer Klasse, sondern der ganzen Jahrgangsstufe genutzt werden.

    Reply
    1. Urheberrecht.de

      Hallo Melanie,

      da Sie das Material an die gesamte Jahrgangsstufe verteilen möchten, kann hier wahrscheinlich nicht mehr von einem privaten Nutzen gesprochen werden, sondern von einer Veröffentlichung. Dies würde eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Sie können die Rechtslage aber ggf. von einem Anwalt für Urheberrecht prüfen lassen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  27. Matthias

    Hallo in die Runde,

    seit Stunden versuche ich zu verstehen, was genau das Kopierecht “je Klasse und Schuljahr” bedeutet. Konkret gefragt:

    Ich war bisher immer der Auffassung, dass ich als Lehrer ein Lehrbuch kaufen darf und daraus bis zu 15% für MEINE Klasse kopieren darf. Ein bekannter Schulleiter war jüngst der Auffassung, dass doch die Schule ein Buch kaufen dürfe, aus dem alle Lehrer bis zu 15% für alle relevanten Klassen kopieren dürften. Was stimmt nun? Noch konkreter gefragt war ich sogar der Auffassung, dass ich zwei gleiche Bücher kaufen müsste, wenn ich eine “a” und eine “b”-Klasse habe, damit ich 15% je “Klasse und Schuljahr” kopieren darf.

    Wie viele Bücher muss nun die Schule oder der Lehrer kaufen, um urheberrechtlich korrekt zu handeln, wenn mehrere Lehrer Interesse an einem Lehrbuch oder Arbeitsheft haben? Ich will es noch tiefer erläutern. Manche Lehrwerke beziehen sich zugleich auf die Klassen 7 bis 9. Bei “a” und “b”-Klassen hat eine Schule dann 6 relevante Klassen und gegebenenfalls 6 am Werk interessierte Lehrer. Muss dann die Schule 1 Lehrbuch kaufen? Muss sich jeder Lehrer 1 Lehrbuch kaufen???

    Vielen Dank für Ihre Erläuterung.

    Herzliche Grüße

    Matthias

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Matthias,
      das Kopierrecht für Schulklassen ist ein sehr komplexes Thema. Daher sollten Sie diese Anlegenheit von einem fachkundigen Juristen einschätzen lassen. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  28. Frank

    Hallo,
    ich habe einige Fragen aus dem Bereich der Berufsschule. Wir bilden Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Gestaltungstechnische Assistenten (GTA), im Beruflichen Gymnasium Gestaltungs- und Medientechnik (BGT) sowie in der Fachoberschule Gestaltung (FOG) aus.
    In diesen Klassen werden nach Auftrag diverse kreative Arbeiten erstellt, erlangt die Schule automatisch ein Nutzungsrecht? Wahrscheinlich ja nicht… oder?
    – In einigen Klassen der Berufsschule erstellten Schüler Flyer, Plakate, Grafiken, Logos, Fotos von sich und ihren Mitschülern oder Objekten, Landschaft, Architektur (Fotoübungen) usw. im Rahmen des Unterrichts. Diese Arbeiten werden teilweise im Schulgebäude oder z.B. in einem Schuljahrbuch veröffentlicht. Können wir für diese Fälle am Anfang des Schuljahres die Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigte allgemein über diesen Umstand informieren. Bei der Veröffentlichung soll natürlich der Urheber genannt werden.
    – Um den Unterricht realitätsnah zu gestalten erhalten wir hin und wieder Aufträge z.B. von anderen Schulen oder Vereinen (Nonprovit). Reicht dort auch eine allgemeine Nutzungsrechtsabtretung aus oder muss unter diesen Umständen ein konkreter Vertrag ausgearbeitet werden?
    – Im Rahmen der Ausbildung der GTA müssen die Schüler sich einen “Kunden” aus dem Nonprofit- oder Lowbugetbereich suchen. Für diesen Kunden erstellen sie ein Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Flyer, Plakate usw. Sind die Schüler für die Nutzungsabtretung selbst zuständig oder ist die Schule auch für diese Verträge zuständig? Natürlich geben wir ihnen Hilfestellung.
    Einige Kollegen unserer Schule sind der Meinung das die Schüler an Arbeiten die die Schüler in Unterricht erstellen kein Urheberecht erlangen??? Das halte ich für sehr fragwürdig oder?

    Ich hoffe Sie können mir auf meine Fragen einige Antworten geben, hoffentlich sind sie nicht zu speziell!
    Vielen Dank für Ihre interessante Internetseite und Ihre Arbeit!

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Frank,
      zeichnen sich die Werke durch Kreativität und Individualität aus, können auch die Arbeiten von Schülern dem Schutz des Urheberrechts unterliegen. Eine automatische Übertragung der Nutzungrechte an die Schule erfolgt in der Regel nicht. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, die Schüler und Erziehungsberechtigten über die Möglichkeit einer Veröffentlichung der Werke zu informieren und auch die Option einzuräumen, sich gegen eine Veröffentlichung zu entscheiden.

      Ob für die im Unterricht erstellten Auftragsarbeiten konkrete Verträge notwendig sind, lässt sich pauschal nur schwer einschätzen. Allerdings kann es sinnvoll sein, Regelungen zu verschiedenen Szenarien zu treffen. Ist beispielsweise eine Veröffentlichung im Internet erlaubt, dürfen die Logos im Nachhinein (auch von Dritten) verändert werden, usw.

      Bedenken Sie, dass wir keine individuelle Rechtsberatung geben dürfen. Wenden Sie sich daher für eine genaue Einschätzung an einen Anwalt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  29. Sonja

    Hallo urheberrecht. de Team,
    Ich möchte einen Artikel aus der Tagespresse (in Papierform) für die meine Klasse kopieren, um diesen im Unterricht zu nutzen/ besprechen. Die Quellenangabe wird von mir natürlich gemacht.

    Herzliche Grüße
    Sonja

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Sonja,
      laut unseres Kenntnisstandes dürfen Zeitungsartikel nicht mehr vollständig für den Unterricht genutzt werden, ohne dass dafür eine Vergütung zu zahlen ist. Ob an Ihrer Schule eine entsprechende Vereinbarung mit der Presse besteht, können wir nicht einschätzen. Wenden Sie sich daher an die zuständige Person.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  30. Peter

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Sie schreiben:

    “Aus allen Werken, zu denen unter anderem auch Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher und belletristische Romane zählen, dürfen Lehrer für ihre Schulklasse bis zu 15 Prozent kopieren. Dieses Kontingent gilt pro Werk für jeweils ein Schuljahr und eine Klasse.”

    Ich beziehe mich hier auf die Formulierung “unter anderem auch Schulbücher”.

    Steht diese Erlaubnis zum Kopieren im Umfang von 15% nicht im Widerspruch zu “(3) Nicht nach den Absätzen 1 und 2 erlaubt sind folgende Nutzungen: […] 2. Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, das ausschließlich für den Unterricht an Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet ist” ?

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Peter,
      die Bundesländern und Verwertungsgesellschaften haben sich im Zuge eines Fotokopiervertrages geeinigt, sodass auch aus Schulbüchern an Schulen zu Unterrichtszwecken maximal 15 Prozent kopiert werden dürfen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  31. Mareike

    Liebes Team von urheberrecht.de,

    danke für die kurzen aber klaren Informationen. Mir ist leider nicht ganz ersichtlich, ob der Lehrende für Schülerkopien die Originale besitzen muss oder ob es auch erlaubt ist, dass der Lehrende von Kopien vervielfältigt, sprich ob auch der Lehrerende das Recht hat jeweils 15% eines Buches als Kopie zu besitzen und das Original der Schule und/oder dem Lehrenden nicht vorliegen muss.

    Herzlichen Dank für die Information!
    Viele Grüße
    Mareike

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Mareike,
      in § 60a UrhG steht, dass eine Vervielfältigung “für Lehrende und Teilnehmer der jeweiligen Veranstaltung” erlaubt ist. Ob dies auch für Ihren Einzelfall gilt, können wir allerdings nicht einschätzen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  32. Nina

    Hallo, Die kunstlehrerin hat ein Bild meines Sohnes abfotografiert und das Bild als Vorlage für ihr Tattoo genommen. Er sprach sie dann darauf an und sie meinte dass es von ihm sei sie hat aber vergessen ihn zu Fragen. Nun ist das Originalbild “verschwunden”. Ist das eine Urheberrechtsverletzung und was kann man tun?
    viele Grüße
    Nina

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Nina,
      grundsätzlich können Bilder dem Urheberrecht unterliegen, sodass eine unerlaubte Verwendung eine Urheberrechtsverletzung darstellen kann. Ob dies in Ihrem Fall so ist und wie Sie dagegen vorgehen können, sollten Sie mit einem Anwalt klären. Wir dürfen keine kostenlose Rechtberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  33. Sabine

    Hallo,

    darf ich im Klassenverband (also einer nicht-öffentlichen Gruppe) im Fremdsprachunterricht Videos z.B. von BBC, CNN etc. zum Üben des Hörsehverstehens zeigen?
    Und macht es einen Unterschied, ob ich diese Videoclips über die Originalseite im Netz (z.B. auf der Homepage der BBC) oder über YouTube abspiele?

    Danke für die Auskunft!
    Sabine

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Sabine,
      grundsätzlich dürfen von einem Werk nur 15 Prozent für den Unterricht genutzt werden. Wie sich dies allerdings bei ausländischen Quellen gestaltet, sollten Sie ggf. mit einem Anwalt besprechen. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  34. Tamara

    Liebes Team,

    auch ich habe eine Frage:

    Wenn ich mit Kindern im Schulunterricht eine Erzählung aus einem aktuellen literarischen Kinderbuch nachspiele und filme und dann ggf. auf Youtube oder einem Blog veröffentliche, muss ich dann angeben, um welches Original/welcher Quelle wir uns bedient haben bzw. die Verfasser vorher um Erlaubnis fragen?

    Mit bestem Dank
    Tamara

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Tamara,
      für die öffentliche Darbietung urheberrechtlich geschützter Werke benötigen Sie in der Regel das Einverständnis der Rechteinhaber. Wenden Sie sich für eine individuelle Einschätzung an einen Anwalt für Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  35. Dennis

    Hallo,
    Ich würde gerne im Unterricht Ausschnitte aus einem Spielfilm zeigen. Diesen habe ich privat und auf legalem Wege erworben.
    Nun habe ich schon gelesen, das ich 15% eines Films im Klassenverband zeigen darf.
    Nun muss ich den Film natürlich schneiden, wenn ich die Sequenzen vom Bildschirm mittels Software abfilme, begehe ich damit eine Urheberrechtsverletzung?

    Vielen Dank

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Dennis,
      grundsätzlich dürfen Sie von rechtmäßig erstandenen Werken auch Privatkopien anfertigen. Ob diese allerdings im Unterricht gezeigt werden dürfen, ist rechtlich umstritten. Daher kann es sinnvoller sein, zu den entsprechenden Szenen vorzuspulen bzw. in den Abspielprogrammen entsprechende Markierungen zu setzen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  36. Christina

    Hallo zusammen,

    ich möchte für den Unterrichtseinstieg einen Screenshot einer Szene verwenden. Die DVD habe ich gekauft, ich frage mich nun nur, ob ich den Screenshot erstellen darf. Dieser wird nicht veröffentlicht, sondern dient lediglich als Bildimpuls und bleibt in meinen Dateien. Da eine Prüfkommission mit anwesend sein wird, wäre es fatal, wenn mir dadurch ein Urheber-Verstoß unterliefe.

    Vielen Dank.

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Christina,
      die Erstellung von Screenshots für den privaten Gebrauch ist grundsätzlich zulässig. Ob eine Veröffentlichung im Unterricht allerdings erlaubt ist, ist juristisch teilweise umstritten. Für eine individuelle Einschätzung sollten Sie sich ggf. an einen Anwalt wenden.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  37. Susanne

    Hallo,
    an unserer Schule wird immer wieder über private Kontos von Schülern und Lehrern Netflix und You Tube Serien und Filme vorgeführt. Aber keine Dokus sondern Serien.
    Auch DVD werden mitgebracht und angesehen, wie Fuck you Göhte und Co.
    Ist das eigentlich erlaubt ?
    Die Schule überbrückt damit Stunden wenn Lehrer ausfallen und das ist nicht wenig.
    Danke

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Susanne,
      ob eine Vorführung im Klassenverband als “privat” gilt, ist rechtlich umstritten. Wenden Sie sich für eine genaue Einschätzung an einen Anwalt oder die Landesmedienanstalt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  38. Christine

    Hallo,
    meine Frage bezieht sich auf das vervielfältigen von Liedtexten. Da ich weiß, dass es auch in der Schule verboten ist Noten zu kopieren, habe ich bisher die Texte für meinen Religionsunterricht abgetippt und dann kopiert.
    Ist das in Ordnung oder verletze ich damit auch das Urheberrecht?
    Vielen Dank Christine

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Christine,
      wenden Sie sich für eine Einschätzung an einen Anwalt für Urheberrecht. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  39. Tatiana

    Sehr geehrte Team,
    meine Tochter hat ein Plakat etstellt mit einigen Bilder und Textausschnitte, die aus verschiedenen Quellen aus Internet, auch Wikipedia, heruntergeladen wurden und ausgedruckt. Das Plakat ist für eine Präsentation vor ihrer Klasse gedacht. Ausserdem liest sie, immer einen zusammen gestellt Text vor. Der Text besteht aus höchsten 15 % der verschiedenen Quellen, darunter auch der Text aus Wikipedia. Verstößt sie gegen das Urheberrecht?
    Danke für Eure Bemühungen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tatiana

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Tatiana,
      eine Präsentation im Klassenverband wird nach aktueller Rechtsauffassung nicht als Veröffentlichung gewertet, daher drohen in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen. Eine Einschätzung des von Ihnen geschilderten Einzelfalls ist uns allerdings nicht möglich. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  40. Heike

    Liebes Team von urheberrecht,de,
    ich habe 2 Fragen zur Nutzung von Musik bei schulischen Feierstunden.
    demnächst sollen einige neue Schulräume festlich eingeweiht werden. im Rahmen dieser Feierstunde möchte ich mit meiner Klasse ein Lied vortragen und zur musikalischen Unterstützung das Musikstück mittels der gekauften CD abspielen. Die Feier mit etwa 100 persönlich geladenen Gästen findet in der Aula der Schule statt. Ist die Veranstaltung schon öffentlich?
    Verletze ich das Urheberrecht, wenn die Schüler oben erwähntes Lied zu meiner Klavierbegleitung während dieser Feierstunde singen? Herzlichen Dank für aufschlussreiche Antworten! Heike

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Heike,
      in dem von Ihnen geschilderten Fall könnte grundsätzlich § 52 Abs. 1 UrhG Anwendung finden. Demnach ist eine öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zulässig, wenn die Wiedergabe keinem Erwerbszweck dient. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer entgeltfrei Zutritt und auch die ausübenden Künstler erhalten besondere Vergütung. Allerdings ist auch in diesem Fall für die Wiedergabe ist eine angemessene Vergütung zu zahlen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

      Reply
  41. Timo

    Liebes Team von Urheberrecht.de,

    als Lehrer würde mich interessieren, ob denn nun die Wiedergabe von urheberrechtlich geschützten Musikstücken auch in ganzer Länge a) im regulären Unterricht bzw. b) in Lehrproben rechtlich in Ordnung ist.

    Außerdem frage ich mich, wie es mit der Aufführung von selbst erstellten Bearbeitungen (z.B. mit dem Schulorchester) urheberrechtlich geschützter Musik bei Schulkonzerten aussieht!? +

    Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

    Timo

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Timo,
      wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an den zuständigen Landesmediendienst. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply

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