Influencer auf YouTube: Worauf ist zu achten?

YouTube ist aktuell die meist genutzte Videoplattform im Internet und wurde ursprünglich für die Verbreitung privater Kurzfilme entwickelt. Mittlerweile bietet die Seite ihren Nutzern – den YouTubern – aber auch die Möglichkeit mit ihren Videos Geld zu verdienen. Missachten die Influencer auf YouTube dabei allerdings geltendes Recht, können Abmahnungen und Bußgelder drohen.

Möchten Influencer auf YouTube Geld verdienen, gilt es dabei die geltenden Gesetze zu beachten.

Möchten Influencer auf YouTube Geld verdienen, gilt es dabei die geltenden Gesetze zu beachten.

Influencer auf YouTube – kurz und kompakt

Als Influencer werden auf YouTube Personen bezeichnet, welche aufgrund ihrer Popularität – meist gemessen anhand der Follower – andere Menschen durch Ihre Videos zum Beispiel bei Kaufentscheidungen beeinflussen können. In diesem Zusammenhang können allerdings aufgrund von Schleichwerbung oder anderen Verstößen auch rechtliche Probleme auftreten.

Verdienstmöglichkeiten für Influencer auf YouTube

Mithilfe von YouTube können Influencer auf verschiedenste Weise Geld verdienen. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Begriff der Monetarisierung von Bedeutung. Dieser beschreibt die Geldeinnahmen mithilfe von Werbeeinblendungen. Diese können sowohl vor, während als auch nach einem Video erfolgen.

YouTube: Bei Schleichwerbung werden redaktionelle Beträge und Werbung vermischt.

YouTube: Bei Schleichwerbung werden redaktionelle Beträge und Werbung vermischt.

Eine weitere Verdienstmöglichkeit bei YouTube ist das Product Placement. Dabei handelt es sich um eine Werbemaßnahme, bei welcher die Verkaufs­zahlen bzw. die Bekanntheit eines bestimmtes Produktes durch die gezielte Platzierung im Video gesteigert werden soll. Diese Methode ist ein zentrales Element beim Influencer-Marketing via YouTube, denn die Influencer gehen dabei in der Regel einen Vertrag mit den Herstellern der Produkte ein und erhalten dafür eine entsprechende Vergütung.

Hat der jeweilige YouTuber bzw. sein Kanal eine gewisse Bekanntheit erreicht, kann es sich unter Umständen auch finanziell lohnen, Merchandies-Artikel anzubieten.

Kaufen Sie die in den Videos vorgestellten Produkte über einen bereitgestellten Link – sogenannte Affiliate-Links – bei einem Drittanbieter, erhalten die Influencer auf YouTube in der Regel auch dafür eine Art Provision.

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für Influencer auf Youtube?

Wer seinen Kanal auf YouTube fürs Influencer-Marketing nutzt, muss allerdings auch verschiedene gesetzliche Bestimmungen beachten, ansonsten können eine Abmahnung oder Bußgelder die Folge sein. Ein verbreitetes Problem auf YouTube ist beispielsweise Schleichwerbung. Diese wird gemäß Rundfunkstaatsvertrag (RStV) wie folgt definiert:

Schleichwerbung [ist] die Erwähnung oder Darstellung von Waren, Dienstleistungen, Namen, Marken oder Tätigkeiten eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Sendungen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und mangels Kennzeichnung die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zweckes dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann. Eine Erwähnung oder Darstellung gilt insbesondere dann als zu Werbezwecken beabsichtigt, wenn sie gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung erfolgt.

Um einen Verstoß gegen den RStV sowie § 5a Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zu vermeiden, ist es daher notwendig, die Vermischung von redaktionellen Inhalten und Werbung kenntlich zu machen. Denn der Nutzer muss in der Lage sein, Werbung auch klar als solche zu erkennen zu können.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann für YouTube sogar eine Rundfunklizenz notwendig sein. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es sich bei den Videos um regelmäßige Live-Streams handelt. Denn gemäß Telemediengesetz (TMG) ist der Kanal dann als privater Rundfunksender einzustufen. Liegt eine entsprechende Lizenz nicht vor, kann dem Betreiber des YouTube-Kanals eine Strafe drohen.

Zusammenfassung – FAQ für Influencer auf YouTube

Frage 1: Ich möchte in einem Video ein Produkt vorstellen, welches ich selbst gekauft habe. Ist auch in diesem Fall eine Kennzeichnung notwendig?

Haben Sie das jeweilige Produkt aus eigener Tasche bezahlt, ist eine Kennzeichnung als Werbung nicht notwendig. Eine solche Option besteht allerdings nur dann, wenn dies auch der Tatsache entspricht. Unter Umständen besteht nämlich auch die Möglichkeit, dass die zuständigen Behörden die Aussage überprüfen.

Frage 2: Wie kann ich als Influencer auf YouTube zeigen, dass es sich um Werbung handelt?

Damit Sie wegen Schleichwerbung auf YouTube keine Abmahnung erhalten, ist es wichtig, auf bezahlte Produktplatzierungen bzw. Bewertungen im Video hinzuweisen. Möglich ist dies durch Einblendung wie „unterstützt durch [Produktname]“ oder „Werbevideo“ zu Beginn oder während des Videos.

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