Urheberrecht beim Text: Wann stehen BĂŒcher, Gedichte und Zeitungsartikel unter Schutz?

BĂŒcher öffnen TĂŒren in fremde Welten: In MĂ€rchen erkunden wir die Heimat der Ritter und Drachen, Thriller zeigen uns die AbgrĂŒnde der menschlichen Seele auf und eine Liebesgeschichte kann uns vor RĂŒhrung die TrĂ€nen in die Augen treiben. Solche BĂŒcher sind nicht nur die bloße Aneinanderreihung von Worten, sondern Zeugnisse der Sprachkunst und sind daher durch das Urheberrecht beim Text geschĂŒtzt.

Urheberrecht beim Text: Wann stehen BĂŒcher und Gedichte unter Schutz?

Urheberrecht beim Text: Wann stehen BĂŒcher und Gedichte unter Schutz?

Urheberrecht beim Text – kurz und kompakt

Das Urheberrecht stellt Werke der Literatur und sonstige Sprachwerke unter Schutz. Dabei kann es sich neben Romanen, Gedichten und Zeitungsartikeln auch um Computerprogramme handeln. Ein Schutz durch das Urheberrecht beim Text entsteht allerdings nur, wenn das Werk eine entsprechende Schöpfungshöhe erreicht.

Kann ein Text unter das Urheberrecht fallen?

Urheberrechtsgesetz: Ein Buch kann prinzipiell den Schutz des Urheberrechts genießen.

Urheberrechtsgesetz: Ein Buch kann prinzipiell den Schutz des Urheberrechts genießen.

Das Urheberrecht schĂŒtzt die Beziehung zwischen dem Schöpfer und seinem Werk. DarĂŒber hinaus sollen die gesetzlichen Regelungen auch sicherstellen, dass der Urheber einen finanziellen Ausgleich erhĂ€lt, wenn Dritte seine Werke verwerten.

Dabei gelten gemĂ€ĂŸ dem Urheberrechtsgesetz (UrhG) die Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst als schĂŒtzenswert. Zu den in § 2 UrhG aufgefĂŒhrten urheberrechtlich geschĂŒtzten Werkarten gehören:

  • Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
  • Werke der Musik;
  • pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
  • Werke der bildenden KĂŒnste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und EntwĂŒrfe solcher Werke;
  • Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die Ă€hnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
  • Filmwerke einschließlich der Werke, die Ă€hnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
  • Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, PlĂ€ne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

Wie diese AufzĂ€hlung zeigt, besteht grundsĂ€tzlich die Möglichkeit, dass das Urheberrecht fĂŒr einen Text – Juristen verwenden in diesem Zusammenhang hĂ€ufig den Oberbegriff „Sprachwerke“ – besteht.

Der Begriff „Sprachwerke“ umfasst beim Urheberrecht nicht nur Literatur. Vielmehr handelt es sich dabei um jede urheberrechtlich geschĂŒtzte Schöpfung, welche auf Worten oder Sprachen basiert. Somit greift diese Werkart beim Urheberrecht fĂŒr Zeitungsartikel, Liedtexte und auch dem Quellcode fĂŒr Software.

Historisch ist der englische Begriff fĂŒr das Urheberrecht „copyright“ auf das Buch bzw. den Buchdruck zurĂŒckzufĂŒhren. Dabei handelte es sich um die Erlaubnis zur Herstellung von VervielfĂ€ltigungen („the right to copy“). Durch verschiedene internationale Übereinkommen ist es mittlerweile aber nicht mehr notwendig fĂŒr ein Buch ein solches Copyright zu beantragen. Dieses entsteht – ebenso wie das Urheberrecht beim Text – automatisch mit der Fertigstellung des Werkes.

Wann ist ein Text urheberrechtliche geschĂŒtzt?

Als urheberrechtlich geschĂŒtzt gilt ein Text nur, wenn er die entsprechende Schöpfungshöhe erreicht.

Als urheberrechtlich geschĂŒtzt gilt ein Text nur, wenn er die entsprechende Schöpfungshöhe erreicht.

Damit das Urheberrecht fĂŒr einen Text gilt, muss dieser verschiedene Vorgaben erfĂŒllen. So muss das Werk von einem Menschen geschaffen sein. FĂŒgt ein Computerprogramm aufgrund eines Algorithmus verschiedene Wörter zusammen, ist ein entsprechendes Buch nicht durchs Urheberrecht geschĂŒtzt. Der Code des Computerprogramms kann allerdings ggf. als Werk gelten.

Ein weiteres Kriterium fĂŒr den Schutz durch das Urheberrecht bei einem Buch oder auch bei allen sonstigen Werken ist die geistige TĂ€tigkeit. Dabei handelt es sich vereinfacht ausgedrĂŒckt um die Umsetzung einer Idee. Denn ein spontaner Geistesblitz allein gilt somit urheberrechtlich als nicht schĂŒtzenswert.

Nicht zuletzt ist fĂŒr das Urheberrecht beim Text die notwendige Schöpfungshöhe ein entscheidender Faktor. Diese gilt immer dann als erreicht, wenn sich das Werk durch IndividualitĂ€t auszeichnet und sich darĂŒber hinaus von alltĂ€glichen Arbeiten abhebt. So ist in der Regel davon auszugehen, dass literarische Werke – wie ein Roman – ĂŒber eine entsprechende Schöpfungshöhe verfĂŒgen. Ebenso fallen Zeitungsartikel unter das Urheberrecht. Im Gegensatz dazu genießen Gebrauchstexte oder auch sehr kurze BeitrĂ€ge nur selten den Schutz durch das Urheberrecht beim Text.

Erreichen Texte nicht die notwendige Schöpfungshöhe, besteht kein Urheberrechtsschutz. Die Arbeiten sind in diesem Fall gemeinfrei, sodass die Nutzung fĂŒr jedermann zulĂ€ssig ist. BĂŒcher ohne Urheberrecht sind in der Regel aber nicht auf die Schöpfungshöhe zurĂŒckzufĂŒhren. Vielmehr ist das Urheberrecht fĂŒr den Text erloschen, denn die Dauer des Schutzes ist auf siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers beschrĂ€nkt.

Urheberrecht fĂŒr Texte im Internet: Gelten Besonderheiten?

Urheberrecht: Auf einer Website kann der Text auch die notwendige Schöpfungshöhe erreichen.

Urheberrecht: Auf einer Website kann der Text auch die notwendige Schöpfungshöhe erreichen.

Durch das Internet erhalten wir Zugriff auf eine Vielzahl von Informationen und Texten. Viele davon unterliegen ggf. dem Urheberrecht. Wer im Internet Texte ohne das EinverstĂ€ndnis des Urhebers ĂŒbernimmt und als seine eigenen ErgĂŒsse ausgibt, verstĂ¶ĂŸt somit gegen das Urheberrecht beim Text.

Ein solcher Textklau ist im Internet keine Seltenheit und tritt insbesondere in den sozialen Netzwerken auf. Denn wÀhrend innerhalb weniger Sekunden BetrÀge weltweit geteilt werden, bleibt das Urheberrecht hÀufig auf der Strecke.

So kann es zum Beispiel auch unzulĂ€ssig sein, ohne das EinverstĂ€ndnis des Urhebers kreative SinnsprĂŒche oder Zitat in einer Grafik umzusetzen. Teilen Nutzer solche Bilder mit Freunden und Followern, kann es sich auch dabei um eine Urheberrechtsverletzung handeln. PrĂŒfen Sie daher am besten im Voraus, ob die ursprĂŒngliche Quelle dieser Verbreitung zugestimmt hat.

Wann liegt ein Verstoß gegen das Urheberrecht am Text vor?

Urheberrecht: Wenn Sie BĂŒcher kopieren, kann dies den Tatbestand der Urheberrechtsverletzung darstellen.

Urheberrecht: Wenn Sie BĂŒcher kopieren, kann dies den Tatbestand der Urheberrechtsverletzung darstellen.

Das Urheberrechtsgesetz sichert dem Urheber – bei Sprachwerken handelt es sich dabei nicht selten um einen Autor – verschiedene Rechte zu. So darf nur der Schöpfer gemĂ€ĂŸ des Urheberpersönlichkeits­rechts entscheiden, zu welchem Zeitpunkt sein Werk der Öffentlichkeit vorgestellt wird und ob er die Anerkennung der Urheberschaft wĂŒnscht. Außerdem sichert das Urheberrecht dem Autor einen Schutz vor der Entstellung seiner Texte zu.

Durch das Urheberrecht am Text ist eine Verwertung des Werkes durch Dritte zudem nur mit dem EinverstĂ€ndnis des Schöpfers zulĂ€ssig. Fehlt dieses – weil Sie zum Beispiel widerrechtlich und gewerblich Texte kopieren – liegt gemĂ€ĂŸ Urheberrecht ein Rechtsverstoß vor.

Eine Urheberrechtsverletzung zieht nicht selten eine teure Abmahnung nach sich. Dabei handelt es sich um eine zivilrechtliche Maßnahme, welche der Prozessvermeidung dient. Die geschĂ€digte Partei strebt somit eine außergerichtliche Einigung an. Das Abmahnschreiben bietet dabei die Möglichkeit, verschiedenste AnsprĂŒche – zum Beispiel auf Unterlassung und Schadensersatz – geltend zu machen.

Sie haben eine Abmahnung wegen dem Verstoß gegen das Urheberrecht beim Text erhalten? In diesem Fall sollten Sie sich nicht vorschnell zu einer Unterschrift verleiten lassen. Denn in der Regel ist es sinnvoll, die entsprechenden Schreiben von einem fachkundigen Anwalt fĂŒr Urheberrecht prĂŒfen zu lassen.

Zusammenfassung – FAQ zum Urheberrecht beim Text

Frage 1: Darf ich aus Texten zitieren oder stellt diese einen Verstoß gegen das Urheberrecht am Text dar?

Zitat sind gemĂ€ĂŸ § 51 UrhG zulĂ€ssig, solange die Nutzung durch einen besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Dies ist zum Beispiel bei ErlĂ€uterungen im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit der Fall. Allerdings sollten Sie dabei darauf achten, dass die LĂ€nge des Zitates in einem angemessenen VerhĂ€ltnis zum Nutzen steht und entsprechende Quellenangaben formuliert sind.

Frage 2: Ich fertige fĂŒr mein Studium regelmĂ€ĂŸig Kopien aus den FachbĂŒchern unserer Bibliothek an. Kann dies schon eine Rechtsverletzung darstellen?

Nutzen Sie besagte Kopien zum Lernen oder als Quellen fĂŒr wissenschaftliche Arbeiten, gelten diese als VervielfĂ€ltigungen fĂŒr den privaten Gebrauch. Solche Privatkopien sind zulĂ€ssig. Stellen Sie diese Kopien allerdings zum Beispiel in eine Internettauschbörse ein, stellt dies einen Verstoß gegen das Urheberrecht beim Text dar.

Frage 3: Kann fĂŒr BeitrĂ€ge auf Facebook das Urheberrecht beim Text gelten?

In den meisten FĂ€llen fallen Sprachwerke, die ĂŒber eine entsprechende Schöpfungshöhe verfĂŒgen, unter das Urheberrecht. Wer auf Facebook einen fremden Text veröffentlicht, kann daher trotz der hĂ€ufig geringen Wortanzahl eine Urheberrechtsverletzung begehen. Daher sollten Sie insbesondere bei Zitaten sowie SinnsprĂŒchen Vorsicht walten lassen und ggf. vor einer Veröffentlichung das EinverstĂ€ndnis des jeweiligen Urhebers einholen.

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32 thoughts on “Urheberrecht beim Text: Wann stehen BĂŒcher, Gedichte und Zeitungsartikel unter Schutz?

  1. Christine

    Darf ich in einer Zeitung (Auflage 3.800) in einem red. Beitrag ĂŒber moderne Literatur Gedichte veröffentlichen. VonNelly Sachs, Rose AuslĂ€nder, Marie-Luise Kaschnitz,Franz Werfel,Eugen Ionesco, Heidi Overhage-Baader, Hilde Domin. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,

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    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Christine,
      fĂŒr eine Veröffentlichung urheberrechtlich geschĂŒtzer Werke benötigen Sie in der Regel das EinverstĂ€ndnis der Rechteinhaber.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  2. Philip

    Liebes Team von urheberrecht.de,
    sind Veröffentlichungen von selbst aufgenommenen HörbĂŒchern von Werken, deren Urheberrecht erloschen ist, eigentlich legal? Auf Youtube finden sich ja beispielsweise zahlreiche Accounts, die etwa Werke von Storm oder Fontane als HörbĂŒcher hochladen. Ist das legal oder haben die Verlage hier Rechte erworben, die solche Veröffentlichungen untersagen?

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Philip,
      gemeinfreie Werke können, ohne dass dafĂŒr ein EinverstĂ€ndnis notwendig ist, verwertet werden. Dies ermöglicht auch die Veröffentlichung als Hörbuch. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass die Aufnamen der Hörbuchverlage ebenfalls Schutzrechten unterliegen können und somit nicht einfach im Internet veröffentlicht werden dĂŒrfen.

      Ihr Team von Urheberrecht.de

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  3. Irene

    Sehr geehrtes Team von Urheberrecht,
    herzlichen Dank, dass es diese Seite gibt. Das jemand am eigenen Werk ein Urheberrecht hat, steht fĂŒr mich außer Frage. Unsicher bin ich, ob wie bei wissenschaftlichen Arbeiten auch indirekt zitiert werden darf. SelbstverstĂ€ndlich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften fĂŒr indirektes Zitieren mit Quellenangabe.
    Oder muss dazu, derjenige, der das Urheberrecht fĂŒr Autoren vertritt, wie ein Verlag, dazu sein EinverstĂ€ndnis geben.
    Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtung

    Irene

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    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Irene,
      uns sind beim Zitatrecht keine derartigen Unterscheidungen zwischen wissenschaftlichen und literarischen Werken bekannt. Wenden Sie sich ggf. fĂŒr eine umfassende EinschĂ€tzung an einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  4. Katharina

    Liebes Team von Urheberrecht. de
    Ich betreibe ein Aufnahmestudio und habe bisher nur mit eigens fĂŒr meine Auftraggeber verfassten Texten gearbeitet. Nun sind schon öfter Eltern an mich herangetreten die gerne die LieblingskinderbĂŒcher ihrer Kinder eingelesen hĂ€tten. FĂŒr Autofahrten oder zum einschlafen. Also fĂŒr den Privatgebrauch. DĂŒrfte ich einen solchen Auftrag annehmen? Also ist ein Buch in dem Fall auch geschĂŒtzt. Und wenn ja, was ich annehme, gibt es in diesem Fall eine Art GebĂŒhr wie bei der gema, die mir ermöglicht KinderbĂŒcher fĂŒr private Zwecke Anderer zu vertonen ?
    Herzlichen Dank. Kata

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Kata,
      grundsĂ€tzlich ist gemĂ€ĂŸ Urheberrecht fĂŒr eine Bearbeitung das EinverstĂ€ndnis des Urhebers einzuholen. Welche Möglichkeiten Sie dafĂŒr haben und welche rechtlichen Vorgaben darĂŒber hinaus zu beachten sind, sollten Sie ggf. mit einem Anwalt besprechen.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  5. Martina

    Ich möchte ein eBook veröffentlichen. Das eBook basiert hauptsÀchlich auf e-Mails die ich selbst geschrieben haben und e-Mails die ich erhalten habe. Es wird weder mein Name noch der Name des Verfassers der mir gesendeten E-Mails genannt. Alles ist anonymisiert. Jedoch habe ich den Text der E-Mail ansonsten 1:1 verwendet.
    Brauche ich dennoch die Zustimmung oder kann ich das eBook veröffentlichen?
    Einen Teil habe ich als ErzÀhlung dazu eigenstÀndig verfasst.
    Habe ich das Urheberrecht und alle Rechte zur Veröffentlichung?
    Lieben Dabk vorab.

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Martina,
      grundsĂ€tzlich können auch E-Mails dem Urheberrecht unterliegen. Ob eine Veröffentlichung ohne das EinverstĂ€ndnis des Autors zulĂ€ssig ist, sollten Sie daher mit einem Anwalt besprechen, der diese prĂŒft. Wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  6. Clarus

    Inwieweit ist ein Buch aus dem Stuttgarter Verlag Greiner & Pfeiffer (ab 1922 Verlagsanstalt Greiner & Pfeiffer) geschĂŒtzt, welches im Jahr 1909 erschienen ist? Der Verlag ist wohl nach Übernahme 1932 insolvent. Einen rechtlichen Nachfolger fand ich bisher auch nicht.

    Darf ich
    a) Teile daraus in einem eigenen Werk zitieren, sofern ich den Wortlaut (Anschrift, Namen etc.) exakt beibehalte und das Urwerk angebe
    und
    b) dieses Werk in Eigenregie als Neuauflage mit einem örtlichen Verlagshaus neu auflegen möchte?

    Vielen Dank!

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Clarus,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher mit Ihrem Vorhaben an einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  7. Göksel

    Liebes Team von Urheberrecht,
    ich habe angefangen einen Roman zu schreiben. Es ist ein Tagebuch und es geht um eine Reise nach Amerika. Ich wollte mich informieren, ob ich zwei Promis in meinem Buch erwÀhnen darf. Die zwei Prominente sind als Gast Figuren in meinem Buch geplant. Also nur zwei von acht Kapiteln wÀren sie dabei. Mein Roman, mit der ich noch arbeite, verletzt keine Person und die texte habe ich selbst geschrieben und beinhaltet allein meine Ideen. In meinem Roman sind Standorte, erlebnisse nur erfunden, also Anonym. Ich erwÀhne keine namen von Praxis, EinkaufslÀden oder sonst irgendwas. Alles nur Fantasy wie alle anderen Romane.

    Ich wiederhole: Ist es mir erlaubt, die Inhalte meines Romanes zu schreiben? VORALLEM, darf ich die zwei Prominente in meinem Roman erwĂ€hnen? Wenn ja, dann wie kann ich mein Buch genehmigen lassen wenn es fertig ist? Aus SicherheitsgrĂŒnden wollte ich nachfragen!

    Danke im Voraus

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Göksel,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

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  8. Harald

    Eine sehr interessante Seite mit wertvollen Inhalten.
    Es grĂŒĂŸt Harald aus O.

    Reply
  9. Campus

    Hallo,

    eine Frage.

    Ich habe fĂŒr einen Verein, einzigartige Rundbriefe verfaßt, da ich ein normales Mitglied war. 95% der Texte kamen von mir und wurden vom Vorstand nur korrigiert und veröffentlicht. Ohne das es je eine schriftliche Einwilligung von mir gab. Besser gesagt, einen Lizenzvertrag gab es nicht.
    Der Verein behauptet jetzt, nach meinem Ausscheiden aus dem Verein, dass die Texte alle dem Verein gehören. Ich will sie aber nicht mehr zu VerfĂŒgung stellen und von der Webseite haben, da ich dies nicht mehr vertreten kann.

    Könnte ich jetzt rĂŒckwirkend LizenzgebĂŒhren verlangen, oder gehören diese Texte tatsĂ€chlich dem Verein?

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher ggf. an einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  10. Michael

    Ich habe da mal eine Frage, wie sieht es denn mit dem Urheberrecht aus, wenn ich Texte, z. B. aus dem Internet umschreibe. Als Beispiel habe ich mal den ersten Abschnitt dieser Webseite genommen. Im Grunde sage ich im folgenden Text genau das, was auch in Ihrem Text steht, allerdings mit anderen Worten. Auf Ihre Antwort bin ich gespannt.

    Urheberrecht: Welchen Schutz haben Texte und welchen haben sie nicht?

    BĂŒcher sind das Tor zur Welt. Schon bei den MĂ€rchen fangen die Kleinen an, die Welt der Ritter und Drachen zu erkunden, als Erwachsene vertiefen wir uns dannlieber in die AbgrĂŒnde der menschlichen Seele, in Liebesgeschichten und anderes wĂ€hrend wir einen bekannten Thriller oder Roman lesen. Solche BĂŒcher sind nicht nur die bloße Anreihung von Wörtern, sondern durchaus Zeugnisse kulturellen Schaffens. Deswegen unterliegen deratige Texte dem Urheberschutz. (…)

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Michael,
      grundsĂ€tzlich ist die Bearbeitung von urheberrechtlich geschĂŒtzten Werken nur mit dem EinverstĂ€ndnis des Urhebers erlaubt. Allerdings gilt es in einem solchen Fall immer auch zu prĂŒfen, ob das entsprechende Werk auch tatsĂ€chlich den Schutz des Urheberrechts genießt und ob es sich ĂŒberhaupt um eine Bearbeitung handelt. Eine solche EinschĂ€tzung ist pauschal nicht möglich und erfolgt daher fĂŒr jeden Einzelfall separat vor Gericht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
      1. Michael

        Vielen Dank fĂŒr die Auskunft.
        Ich wĂŒnsche euch Frohe Festtage
        Gruß
        Michael

        Reply
  11. Thomas

    Hallo liebes Team von urheberrecht.de,

    ein von mir verfasster Text wurde von einer anderen Person, ohne mein EinverstĂ€ndnis, eingelesen und an einen Musiker verschickt, der diesen Text dann weiterverwertet, d.h. fĂŒr ein Album bearbeitet hat. Ist das Einlesen meines Textes (sei es auch nur fĂŒr den privaten Gebrauch) bereits eine Urheberrrechtsverletzung bzw. stellt das Einlesen bereits eine Bearbeitung meines Textes dar? Mein Text ist in meinem Buch veröffentlicht, das frei erworben werden kann.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Thomas

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Thomas,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher fĂŒr eine EinschĂ€tzung an einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  12. Daniela

    Sehr geehrtes Team!

    Ich habe in den letzten Monaten ein TheaterstĂŒck verfasst und möchte es nun an unterschiedliche Theater versenden. Ich habe es noch keinen Verlag vorgelegt, möchte es dennoch an “Theaterpersonen” verschicken.
    Bin ich somit die Urheberin und ist es automatisch geschĂŒtzt?

    Danke, dass Sie sich fĂŒr die Beantwortung meiner Frage Zeit nehmen.
    Viele liebe GrĂŒĂŸe Daniela

    PS: Ich komme aus Österreich

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Daniela,
      auch in Österreich genießen Werke auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden KĂŒnste oder der Filmkunst automatisch mit ihrer Schöpfung den Schutz durch das Urheberrecht. Eine Eintragung in ein Register oder Ă€hnliches ist daher nicht notwendig.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  13. Christine

    Guten Tag,
    Ich möchte ein deutsches Kinderbuch in die französische Sprache ĂŒbersetzen. Wie sieht das mit den Urheberrechten dann aus? Kann ich als Übersetzer selbst einen Verleger in Frankreich suchen?
    mfgChristine

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Christine,
      wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an die Urheber bzw. Rechteinhaber.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  14. Christina

    Sehr geehrte Frauen und MĂ€nner,
    interessante Fragen, interessante Antworten….
    Meine Fragen: ich möchte ein Kinderbuch fĂŒr Kinder, in unterschiedlichen KindergĂ€rten, frei erzĂ€hlen. Dabei halte ich mich nur in etwa an den Originaltext. Darf ich das?
    Ich möchte einige Zeichnungen aus dem Buch vergĂ¶ĂŸern und die ErzĂ€hlung damit, in einer Art Kamishibai, begleiten. Darf ich das?
    Ich nenne den Verlag und beim Autor sage ich “frei nach…..”
    FĂŒr die “Bewerbung” verwende ich keine Textstellen, keine der Zeichnungen, d. h. nichts wird irgendwo veröffentlicht. Ich erzĂ€hle immer nur im kleinen Rahmen eines einzelnen Kinderkartens, in dem ich allerdings nicht arbeite.
    Manchmal, nicht immer, erhalte ich dafĂŒr eine AufwandentschĂ€digung vom Kindergarten.

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Christina,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher fĂŒr eine EinschĂ€tzung an einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  15. Konstantin

    Hallo,

    ich vertrete ein Autorenteam. Wir leben in Deutschland und schreiben kurze Anekdoten auf Russisch unter einem gemeinsamen Titel.

    Unsere Fragen seien:
    1. Können wir diesen Titel urheberrechtlich schĂŒtzen?
    2. Auch in der Fremdsprache?
    3. Wenn ja, gilt dieses Urheberrecht auch in anderen LĂ€ndern? NĂ€mlich in Russland, Ukraine und anderen russischsprachigen LĂ€ndern?
    4. Wenn ja, sollten wir nur den Titel vorlegen oder auch die Texte?

    Danke im Voraus!

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Konstantin,
      grundsĂ€tzlich ist es nicht notwendig Werke fĂŒr einen Urheberrechtsschutz anzumelden, denn dieser entsteht bei einer ausreichenden Schöpfungshöhe automatisch. Dies gilt durch die Berner Übereinkunft auch in vielen internationalen LĂ€ndern. Wie es mit dem Schutz Ihrer Werke im Einzelnen aussieht, sollten Sie einen Anwalt fĂŒr Urheberrecht einschĂ€tzen lassen, da wir nicht zu einer Rechtsberatung befugt sind.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply
  16. Norbert

    Hallo zusammen, von mir produzierte Audios sollen in eine andere Sprache ĂŒbersetzt werden, um daraus erneut Audios zu erstellen. Der Wunsch wurde mir ĂŒbermittelt; allerdings will man kein Geld ausgeben.
    Fragen: kann ich urheberrechtlich diese Übersetzung (und Weiterverwendung) untersagen? Bzw., Honorar verlangen, wenn ich die Bearbeitung genehmige? Wo finde ich entsprechende Honorare/GebĂŒhren?
    Danke!

    Reply
    1. urheberrecht.de Post author

      Hallo Norbert,
      grundsĂ€tzlich ist eine Bearbeitung von urheberrechtlich geschĂŒtzten Werken nur mit dem EinverstĂ€ndnis des Urhebers zulĂ€ssig. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Ratgeber Bearbeitung im Urheberrecht.
      Konkrete Vorgaben zu GebĂŒhren oder Honoraren sind uns nicht bekannt.

      Ihr Team von urheberrecht.de

      Reply

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