01. März: Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz tritt in Kraft

News von urheberrecht.de, veröffentlicht am 11. April 2018

Zum 01. März trat das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft. Durch die Urheberrechtsreform sollen die Gesetze den aktuellen Erfordernissen der Wissensgesellschaft gerecht werden und die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken in Schulen sowie Universitäten vereinfachen.

Welche Neuerungen bringt das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz?

Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft: Für Hochschulen soll dies die Arbeit erleichtern.

Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft: Für Hochschulen soll dies die Arbeit erleichtern.

Seit März ist das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft und soll in den Bereichen Bildung und Wissenschaft den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken erleichtern. Das Gesetz definiert dabei auch, in welchem Umfang Lehrbücher oder Abbildungen an Universitäten über Lernplattformen – auch als digitale Semesterapparate bezeichnet – zur Verfügung gestellt werden dürfen.

Bei der Bundestags-Debatte am 30. Juni 2017, welche der Reform des Urheberrechts vorausging, bewertete der damalige Justizminister Heiko Maas den Gesetzesentwurf wie folgt:

Wir erleichtern Bildung und Wissenschaft die digitale Nutzung geschützter Werke.

Welche Regelungen für verschiedene Werkarten gelten, definiert das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz. Seit dieses in Kraft getreten ist, dürfen bis zu 15 Prozent eines veröffentlichten Werkes zur Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtung verwendet werden. Dabei bestimmt das Gesetz, dass die Nutzung einem nichtkommerziellen Zweck dienen muss.

Bei Werken geringen Umfangs, wie zum Beispiel Fachartikeln mit weniger als 25 Seiten, ist sogar eine vollständige Verwertung möglich. Diese Ausnahmeregelung gilt auch bei Fotos, technischen Skizzen und sonstigen Abbildungen.

Das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz ist erst in Kraft getreten, allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Reform nur für einen begrenzten Zeitraum Bestand hat. Denn zunächst ist das Gesetz nur auf vier Jahre – bis zum Februar 2023 – ausgelegt und soll dann evaluiert werden.

Urheberrechtsverletzungen in der Wissenschaft

Quellenangaben sind notwendig. Dies ändert sich auch nicht dadurch, dass das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft getreten ist.

Quellenangaben sind notwendig. Dies ändert sich auch nicht dadurch, dass das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft getreten ist.

Auch wenn in den Bereichen Bildung und Wissenschaft klarere Bedingungen für die Nutzung von Werken gelten, seit das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft ist, können unter Umständen noch immer Abmahnungen aufgrund von Urheberrechtsverletzungen drohen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Quellenangaben fehlen oder diese fehlerhaft sind.

Zwar können sich die Vorgaben der einzelnen Bildungseinrichtungen unterscheiden, dennoch sollte die Quellenangabe für ein Buch in der Regel diesem Muster folgen:

Nachname des Autors, Vorname des Autors: Titel des Werkes. Auflage. Verlagsort: Verlag Erscheinungsjahr.

Bildnachweise: © fotolia.com/zinkevych, © fotolia.com/machiavel007

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