Upload-Filter: Diese Folgen können Content Creator erwarten

News | 5. Juli 2018
Der Diskussion um das Leistungsschutzrecht und die damit wahrscheinlich verbundenen Upload-Filter folgen nun die Ängste derer, die von den Filtern betroffen wären. Besonders Infuencer und andere Kunstschaffende aus dem Bereich Film zeigen sich besorgt. Das Fehlen einer alternativen Kontrollmöglichkeit abseits der Upload-Filter, könnte die Kunstfreiheit zu Gunsten des Urheberrechts einschränken.

Was hätte ein Upload-Filter für Folgen?

Upload-Filter könnten gravierende Folgen für Influencer haben.

Upload-Filter könnten gravierende Folgen für Influencer haben.

Eine große Menge an Unterhaltungsmedien, die heutzutage konsumiert wird, stammt aus dem Internet. Durch einfache Tools und die breite Verfügbarkeit von hochauflösender Kameratechnik entwickelte sich auf Plattformen wie YouTube eine neue Form der Unterhaltung. Nachdem die Plattform seit 13 Jahren existiert, haben sich auch die Unterhalter weiterentwickelt.

Heute sind Influencer bei YouTube und anderen Plattformen professionell und mitunter in der Lage allein von ihren Produktionen zu leben. Deswegen wäre für sie die Einführung von einem Upload-Filter mit einschneidenden Folgen verbunden. Doch was ist eigentlich das Problem?

Einige empörte Nutzer haben in Statements von Zensur gesprochen. Zwar hat ein Upload-Filter das Potenzial Kunst- und Meinungsfreiheit einzuschränken, aber ein politisches Verfahren zur Kontrolle von unerwünschten Inhalten stellt es wohl nicht dar.

Das Problem mit dem automatischen Filter

Es besteht die Angst, dass dem Upload-Filter übermäßige Löschungen folgen.

Es besteht die Angst, dass dem Upload-Filter übermäßige Löschungen folgen.

Der sogenannte Upload-Filter soll die Folgen der vielen Urheberrechtsverletzungen eindämmen. Der ständige Strom an Videos, Musik und Bildern, die im Internet veröffentlicht werden, lässt sich nur schwer überprüfen. Häufig kommt es dabei zu Verletzungen von Urheber- und Verwertungsrechten. Nun sollen die Plattform-Anbieter in die Pflicht genommen werden, diese Kontrolle zu leisten.

Bisherige Versuche, wie ein Meldesystem, haben sich nicht als geeignet erwiesen, um den geforderten Bedingungen der Rechteinhaber zu genügen. Damit scheint die einzige technisch realisierbare Lösung ein Upload-Filter. Die befürchteten Folgen sind dann zahllose Löschungen, die nicht auf einer echten Urheberrechtsverletzung basieren. Dies wurde von vielen Organisationen kritisiert.

Zu den Kritikern gehören:

  • European Digital Rights
  • Copyright für Creativity
  • Wikimedia

Bei einem Upload-Filter können die Folgen unüberschaubar sein. Die Sanktionierung von Verstößen und die Straflosigkeit falscher Löschungen macht eine automatische Filterung laut IT-Experten ungeeignet für eine ausgewogene Urheberrechtsentscheidung. Denn das Urheberrecht kennt Ausnahmen, wie die Berichterstattung oder die Satire, die durchaus fremdes Material (im angemessenen Rahmen) verwenden darf. Diese werden als Schranken des Urheberrechts bezeichnet. Übermäßige Löschungen unbedenklicher Inhalte könnte dann bei einem Upload-Filter die absehbaren Folgen sein.

Bildnachweise: Fotolia.com/ ©relif, Fotolia.com/ ©AntonioDiaz

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